Vorwort

Dieses Vorwort habe ich auf Grund einer Reisereportage in meiner Sindelfinger Zeitung erstellt. Lediglich für den Fall, dass diese den Link auf diese Berichtsseiten druckt.

Unsere e-Autos sind zwischen 3 und 5 Jahre alt. D.h. die Entwicklung in etwa 8 Jahre alt.

Die heutige übliche Ladeinfrastruktur wurde aber erst in den letzten 5 Jahren standardisiert (Chademo, CSS und Typ2, welche alle z.B. von den Aldi Säulen in Böblingen unterstützt werden).

Unsere geliebten Roadster sind jedoch was die Art des Ladens angeht Dinosaurier der e-Mobilität. Somit können wir NICHT, ausser Type 2 ohne Kabel, an den heutigen Ladesäulen laden. Aber genau dies machte für uns den Reiz aus, ohne größerer Planung einfach mal Richting Norden los zu fahren.

Den nächsten Zielort legten wir immer erst am Abend des Vortages fest. Wobei wir uns natürlich an den dort vorhandenen Ladestationen orientiert haben. Dafür gibt es einige gute Smartphone Apps. Aber ob wir diese Infrastruktur auch für unsere Urgesteine benutzbar ist, das wussten wir immer erst vor Ort, es sei denn die App hat ein Bild des Ladeplatzes aufgezeigt. Eine Steckdose haben wir immer gefunden und am nächsten morgen waren alle 3 Fahrzeuge stets voll geladen. Wäre sonst auch etwas auch komisch, wenn man sich die Steckdosendichte mit dem fossilen Tankstellennetz vergleicht.

Fazit:

a) Reichweitenangst haben Tesla Fahrer definitiv schon nach der ersten Woche nicht mehr.

b) Zumindest mit einem Tesla Model S kommt man inerhalb von 4 Tagen von Gibraltar bis ans Nordkapp, und das kostet dann nur Reifen, Reifen, Reifen und noch einmal Reifen…

Tag 33 – Lörrach – Nach Hause

Es ist vollbracht zur Mittagszeit wieder zuhause.

final

Statistik:

Gefahrene km: 71583 – 64818 = 6765 km
Längere Fährstrecken: Hirtshals – Bergen, Bodø – Lofoten, Hammerfest – Tromsø,
Göteborg – Kiel

Austoreisezug (Solange es ihn noch gibt): Lörrach – Hamburg und zurück. Mit dem Roadster durch Deutschland empfindne wir einfach als zu langweilig. Auf beiden Strecken hatten wir Glück und konnten ein Einzelabteil für jeden ergattern.

Batterie verhalten: Am Anfang (143,22) stieg der CAC Wert bei allen deutlich, aber am Ende lag er eben so deutlich unter dem Anfangswert 141,9 (Bei 10A Schnarchladung erholt es sich wieder etwas).

Wir haben meist im Range geladen. Die Sitze selbst des ROC Roadsters sind absolut langstreckentauglich, wie eigentlich das gesamte Auto.

Norwegen hat eine problemlose Ladeinfrastruktur. Nur das Nulleiterproblem ist zu beachten. Schweden hat eine total neue Infrastruktur, Type 2 Ladestationen an allen Ecken und Enden, jedoch fast alle mit Kabel. Roadster untauglich. Unsere Rettung waren Baucontainer oder Baustromverteiler. Ramirent sei Dank!

Die Menschen waren auf der gesamten Reise immer sehr hilfsbereit. In einer Art wie wir Sie noch nie oder wirklich selten erlebt haben.

Ich werde nicht das letzte Mal in Norwegen gewesen sein. Eine tolle Lanschaft!

Tag 32 – Kiel – Hamburg – Lörrach

Die Reise ist zu Ende. Chrizz fährt nach Bremen zu Bekannten und wir weiter nach Hamburg.

ende

Abends geht es dann wieder mit dem Autoresezug nach Lörrach. Diesmal ziemlich ausgebucht, erobern wir das einzige freie Abteil. Der launische Schaffner will uns da zwar raus haben, aber in meinem Abteil wurde schon Rotwein getrunken, und ich erklärte ihm da will ich nicht hin. So kam es, dass MichaEl und ich unseren letzten gemeinsamen Abend der Reise ganz gemütlich ausklingen lassen konnten.

Tag 31 – Ulricehamn – Göteborg – Kiel

Ausgerechnet am letzen Ladetag passiert es. Wegen dem Laternenladen hat ThomAss auf 10A einegstellt und nach dem Wechsel an den 32A Anschluss vergessen hochzuschalten. Nun denn, es reicht für etwa 100 km bis Göteborg.

Wir treffen am Kai als erstes ein und finde auch ums Eck bei einem Restaurant eine 16A Dose. ThomAss kann weiter laden und bis zur Einschiffung ist die Strecke nach Hamburg in der Batterie.

Chrizz hat uns zuvor temporär verlassen und besucht einen HPC Besitzer zum Nachladen. Wir fahren schwarz mit der Strassenbahn in die Innenstadt. Es gibt eine App die nur Schweden benutzen können und definitiv nirgends Ticket Verkaufsstellen, bzw. Automaten. Naja Schwedisches Geld haben wir so oder so keines mehr.

Die Innenstadt ist riesig. Es reihen sich kleinere spezialisierte Läden, Bistros, Cafés und Restaurants aneinander, ums Eck etc. Es macht Spass sich umzusehen, und so ganz nebenbei bekommt MichaEl den besten Hamburger der Reise.

PANO_20151008_133356[1]

Das Einchecken geht problemlos. Man fährt mit dem Auto am Schalter vor, zeigt seine Reservierung. Dort bekommt man gleich auch seinen Zimmerschlüssel, ein Stück Papier mit Barcode. Ich frage noch ob wir auf der Fähre laden können. Nach einem kurzen Telefonat wurden wir gebeten beim Lademeister nachzufragen.

Wir fahren aufs Gelände und warten in der Schlange noch einmal 20 Minuten bis es dann wirklich auf das mit Methanol umweltfreundlich betriebene Schiff gehen sollte. Zu unserer Überraschung wurden wir jedoch ungefragt als erstens aus der Reihe gewunken. So kam es, dass wir zwar als erstes am Kai waren, aber als letztes auf das Schiff durften.

IMG_9172 (2)

Der Lademeister wart bereits informiert, wir sollten auf den Elektriker warten. Cool!. Der kam, wollte den Wechselrichter sehen, was bei unserem PEM so leider nicht möglich ist. Darauf hin rief er vermutlich seinen Chef.

stena Lademeister und Chef Elektriker.

Wir lernen einiges. Das Bordnetz hat 60 Herz, was der Roadster kann, und die Spannung sind keine 380 sondern 430 Volt. Das ist uns zu heikel. Wir einigen uns auf Schukoladung. Das macht auch den Roadster von ThomAss über Nacht voll.

Wir dürfen bim zum Schluss warten, und werden als letztes aufs Schiff geholt. Die Beladelogistik ist schon beeindruckend. Explosive und giftige Ladung wird ganz gezielt verladen. Auch kuriose Bereifung gibt es.

volvo

Wir waren wirklich die letzten, und der Elektriker hatte alles schon vorbereitet. Geil!

Den Abend lassen wir zunächst an der Bar später dann an der Showbühne bei Musik und Quiz ausklingen.

Tag 30 – Rindö – Ulricehamn

Wir verabschieden uns von Rolf und wollen heute mindesten etwas über die Hälfte der Strecke nach Göteborg zurück legen. Das Wetter ist kalt, aber die Sonne scheint weitgehend. Blick von der Fähre auf die Sommerresidenz der Schwedischen Könige.

IMG-20151007-WA0001[1]

Unser angestrebtes Ziel war Jönköping, eine Kleinstadt mit Flair an einem riesigen See.

Karte14

Unterwegs bei einem Audi / VW Händler in Linköping sollte es eine der wenigen Type 2 Lademöglichkeiten geben, welche der Roadster benötigt. Type 2 mit Kabel gibt es eigentlich in Schweden ausreichend.

Wir finden die Station schnell, aber man benötigt eine Karte, welche, so finden wir rasch heraus, es in der Tankstelle nebenan geben soll. Nur wir bekommen sie unter fadenscheinigen Ausreden nicht. Der VW Händler war anschliessend sehr behilflich, aber er hatte nur 16A.

Gleich nebenan befindet sich das Anwesen einer Spedition mit Kühllastern. Dort finden wir jede Menge 32A Aussendosen. Gefragt, angestöpselt, losgelegt. Auf der Suche nach einem Restaurant meldet unser jedoch OVMS ein Ladeabbruch. Also zurück, die Sicherungen gechecked und mal wieder 32A aber mit lediglich 20A Sicherungen. Aber, zumindest eine der vielen Kühllasterplätze hatte auch 32A. Toll.

IMG-20151007-WA0005[1]

WIr gehen in ein „Kina“ Restaurant essen. Die Portionen das Mittagsmenü waren riesig. Schon die Suppe hatte mehr Beilage als Suppe, die Hälfte vom Hauptgericht geht wieder zurück. Es war einfach nicht zu schaffen, und dabei ziemlich lecker.

IMG-20151007-WA0008[1]

Dass wir etwas länger im Restaurant waren als unbedingt nötig, erwies sich wenig später als nur gut. Da kaum in Jönköping angekommen ereilt uns dasselbe Schicksal zum zweiten Mal auf dieser Reise. Die Ortschaft war auf Grund eines Kongresses komplett ausgebucht. Selbst booking.comn findet nicht ein freies Bett.

Wir buchen Telefonisch ein Hotel 50 km weiter und kommen dort mit 0% im Standard Mode an. Die Dame an der Rezeption war sehr behilflich. Wir stöpslen an, aber es war zuviel für die Sicherung. Der halbe Parkplatz war schlagartig lichttechnisch ziemlich schwarz.

Bogesund

Sie rief den Hausherren, welcher uns letztlich sogar eine 32A Dose zur Verfügung stellte. Vorbildlich! Das Hotel Bogesund in Ulricehamn kann auch essentechnisch sehr empfohlen werden. Ist etwas rustikal, aber total herzlich.

Tag 29 Stockholm

Die Sonne scheint immer noch!
Rolf E. blieb über Nacht und schlief in seinem Boot. Blöderweise ging sein Heizungsgas zur Neige. Er war heute morgen etwas durchgefroren.
Wir nächtigen im Gästehäuschen, welches Rolfs Tochter seit meinem letzten Besuch deutlich erweiterte. Rolf A. ist eben seit einigen Monaten „Opa“. Da war dies wohl notwendig.

Rolf1 Rolf2

Rolf bringt MicheEl and ThomAss am späten Vormittag nach Stockholm rein. Wir besuchen das Wasa Museum. Etwas was es so nur einmal auf der Welt gibt. Die Wasa war im 16. Jahrhundert das königliche Schlachtschiff. Blöderweise ist es wegen immer neu beauftragten Erweiterungen  zu schwer geworden. 1500 Meter nach dem Stapellauf aus der Stockholmer Werft kam eine Briese Wind auf, sie neigte sich leicht. Die Kanonenluken des paradierenden Schiffes waren offen und fassten Wasser. Das Schiff sank, und wurde fast vollständig im Schlick konserviert. In der zweiten Hälfte des letzten Jahrhunderts wurde es total aufwendig und an einem Stück gehoben, restauriert, konserviert und ist nun das einzige fast vollständig erhaltene Schiff aus dem Mittelalter. Imposant.

wasa1 Wasa2

Nach einer kurzen Tour durch die Einkaufmeilen von Stockholm nehmen wir da Schnellboot zurück nach Vaxholm, Der Einstündige Trip kostet lediglich 7 Euro. Auf dem Weg zur Fähre nach Rindö kommen wir an einem Wassertaxianleger vorbei. Für fast 40 Euro bringt es uns dann in 7 Minuten an den Anleger von Rolf. Das war uns die Sache wert.

Wassertaxi

Abends sind wir nach Vaxholm rein und hatten ein feines Abendessen.

Tag 28 – Gävle – Vaxholm / Rindö

Wir sind nun über 6000 km in einem Monat gefahren. Der CAC Wert der Batterie ist erstaunlicherweise am Anfang deutlich bei allen gestiegen, aber nun leidet er. Dies ist wohl dem Umstand geschuldet, dass wir oft im Range laden. Unsere Mikrogruppe bezieht zu diesem Umstand unterschiedlich Positionen, zwei ist es das Wert, einer würde gerne lieber kürzere Tagesetappen haben. Nun denn.

Karte13

Wir fahren von Gävle nach Uppsala die im Navi angegebene „schöne Route“ durch nun auch in Schweden sehr herbstlich werdende Landschaften.

herbstlich

Wir erreichen Uppsala. Eine Universitäts- und Domstadt.

Dom1   Dom2

There are 40.000 Studends with maybe 100.000 bicycles in that city.

In the evening we arrived at Rolf A. lovely sommer house, a friend of ThomAss sind ages. We took soem time in his wooden fired sauna. As it is right down at the sea level, we had to jump in between into the baltic sea. After this we were offered nice food, good wine and and and and…

Tag 27 – Örnsköldsvik – Gävle

Die Sonne scheint, Das Frühstück schmeckt und die Lade-App ist gefunden. Aber das Ergebnis der Suche ist für unsere Dinosaurier der e-Mobilität niederschmetternd. Wir benötigen wohl in Zukunft Baustellen mit stromversorgten Container. Mal sehen.

Karte12

Weiter geht es auf der E4 nach Sundsval. Dort gibt es im Zentrum viele Lademöglichkeiten, Schnelllader, Type 2, Type 1 etc. Aber alles haben diese Dinger gemeinsam, ein Kabel daran. Mist

So sichten wir wieder eine Großbaustelle, Sonntags dürfte ja keiner anwesend sein. Und wir werden dort direkt am Eingang fündig. 63A Stromverteiler. Wir laden für 2 Stunden und legen uns am Hafen an der Mole in die Sonne.

IMG-20151004-WA0004[1]

Wir fahren weiter duch diese Wald-Wiesen-Lanschaft, welche nur noch von Seeen und Flüssen unterbrochen wird. Herrlich. Mit Bilder will ich euch aber nicht langweilen, die habt Ihr schon alle aus den Vorwochen gesehen.

IMG-20151005-WA0000[1]

Wir haben alle Ladestationen im Internet abgecheckt, alle waren wieder mit Kabel. Also wird es wohl wieder wie gestern. Aber wir haben Glück! Direkt vor dem Hotel eine Großbaustelle! Die Pflastern neu mit Gehwegheizung (Warmwasser), Und direkt davor eben auch wieder ein 32A Baustromverteiler. Wir stöpseln an, gehen ins Hotel. Endlich mal wieder früh Abendessen. Wir alle haben seit 2 Tagen ausser Frühstück nicht mehr vernünftig gegessen.

IMG-20151005-WA0001[2]

Aber es sollte anders kommen! Auf dem Weg ins Restaurant bekommt Chrizz ein Ladeabbruch gemeldet. Wir drehen um. Die Sicherung ist noch drin 32A aber die Schmelzvorsicherung hat es erwischt. Die anderen beiden kochen auch. Was ist das denn. Die Leitungen sind mit 32A Sicherungsautomaten abgesichert, die Vorsicherung mit 25A. Toll. Also zuerst mal die noch ladenden Roadster runter regeln.

Im Hotel gibt es leider keine Sicherung, aber den Tipp mal am Sonntag um 21:00 Uhr in den Coop zwei Strassen weiter und schauen ob die solche Sicherungen haben. Und unglaublich, die haben offen und Sicherungen. Eine halbe Stunde später hat auch Chrizz wieder Strom. Die Bauarbeiter werden am nächsten Morgen nicht mal etwas bemerken (hoffentlich).

Allerdings klappt Gävle um 21:00 Uhr schon die Bürgersteige hoch. Schnell noch etwas gegessen (Fisch, Entrecote, Salat), 2 Biere und dann nach einem Telefonat mit der Liebsten ab ins Reich der Träume. Morgen ist um 6:00 Uhr wecken angesagt.

Tag 26 – Luleå – Umeå – Örnsköldsvik

Der Tag beginnt so toll, bei strahlendem blauen Himmel sitzen wir wieder im 9. Stock des Clarion Hotels beim Frühstück. Wir legen als Ziel Umeå fest, dort gibt es in einem Parkhaus mehrere einphasige Type 2 Ladestationen mit 16A. Die Nacht war relativ kurz, MichaEl und ich hängen in den Seilen.

Karte11

Deswegen kommt der erste Kafee-Halt gleich in der ersten größeren Ortschaft. Die Portionen sind riesig!

Kaffee

Die Sonne meint es gut, den ersten Teil fahren wir auf der E4, welche an Kreuzungen mit Radarfallen gespickt ist. Nach den Einmündungen wird Sie meist kurze Zeit Zweispuring um dann wieder einspurig weiter zu gehen.

Etwa auf der Hälfte der gedachten Strecke verlassen wir die E4 und fahren etwas landeinwärts durch die riesigen Wälder, manchmal kurz unterbrochen von Weideflächen für Kuh und Pferd.

In Umeå wurden wird dann zum ersten Mal völlig kalt erwischt. Mit dem was nun folgte hatten wir zwar schon gerechnet, aber eigentlich viel früher ein treffend. Nach 26 Fahrttagen wiegten wir uns in völliger Sicherheit. Hier die chronologischer Ablauf des restlichen Tages:

  • 16:00 Ankunft in Umeå im Parkhaus. Mist die dortige Typ 2 Säulen sind mit Kabel, was der E-Auto Oltimer Tesla Roadster bekannterweise nicht unterstützt.
  • Kurze Beratung, ab zum Clarion Hotel, die haben eine TG und ggfs gibt es ja dort auch ein Döschen
  • Das Clarion ist ausgebucht
  • Zurück zum Scandic, wir parken direkt am Ausgang der Fußgängerzone. Es beginnt ein kleiner Auflauf, die 3 Autos werden fotografiert, wie verrückt. Im Gegensatz zu Norwegen fragt keiner um Erlaubnis.
  • Das Hotel selber ist ausgebucht, und der Rezeptionist meinte, dass die anderen wegen einer „Fashion Week“ auch voll sind.
    Toll, leere Batterie, die nächste Ladestation 120 km weit weg, und keine Unterkunft
  • Zufällig kommt ein Polizeiauto aus der Fußgängerzone, ich halte die an und frage die zwei jungen Polizisten um Rat. Der Menschenauflauf vergrößert sich schlagartig.
  • Sie fragen hier und dort nach, es wird sogar ein Kollege in die Polizeigarage geschickt um nachzusehen, ob es dort eine Dose gibt.
  • Ein Passant schiebt sich dezent auffällig zwischen die beiden Beamten und fragt MichaEl leise im Besten deutsch, ob wir Probleme hätten.
  • Schliesslich fahren sie uns zu einer ziemlich neuen Ladestation etwas ausserhalb.
  • Auf dem Weg dorthin halten sie an, und ich werde vom Einen gefragt, ob er mal im Auto mit fahren dürfte.Geht nicht, da ja die Beifahrer Plätze in allen drei voll bepackt sind. Aber wer nett so zu uns ist, zu dem sind wir auch nett. WIr tauschen, ich ab ins Polizeiauto, ein C-Klasse aus meiner Heimatstadt Sindelfingen, und er quält sich hinter das Steuer des ROCs. Noch kein Meter gefahren und der Daumen geht hoch..
    Polis
  • MichaEl meinte, er fuhr mit viel Spass.
  • Das Ziel war eine für uns völlig unbrauchbare Schnellladestation, zumal noch mit Karte.
  • Der Fahrer auf Zeit ist so groß. Komisch dass ausgerechnet ein Poizist sich selber eingesperrt hat. Sein Kollege hat ihn dann im wahrsten Sinn des Wortes herausgezogen.
  • 18:15 Uhr, eine Bestandsaufnahme: Wir sind an einer Tankstelle in einer eher üblen Gegend und haben weder Unterkunft noch Reichweite.
  • Neben an wird gerade im großen Stiel ein Supermarkt umgebaut. Es gibt einige Container mit 32 A. Wir haben keine Wahl. Die Polizei weiss inoffiziell Bescheid, wir klauen Strom. Obwohl Samstag Abend, ein Bauarbeiter ist noch anwesend, und auf Anfrage von uns wird das Ganze vom Bauleiter letztlich doch noch telefonisch legalisiert.
    Bau1
  • Wir gehen in die Tankstelle, essen etwas und beratschlagen. Mit zwei Stunden Laden sollten wir es zur nächsten Lademöglichkeit schaffen. Auch eine Typ 2. Wir buchen schon mal ein Hotel dort vor, und hauen uns in den Roadstern aufs Ohr.
  • Keine zwei Minuten später: Power Lost. So ein Mist, die Sicherung ist wohl geflogen. Es hat sich wohl irgendein Verbraucher auf dem Strang zugeschaltet.
  • Ok, shit happens. Die Sozialcontainer haben noch Licht. Aber deren Zuleitung ist echt dürftig. Das ist also keine Option
  • Wir fahren an die neuen Laderampen, schliessen an die 32A an, stromlos. Wir suchen das Ganze Gelände ab, checken sogar den offenen Ladebereich innen im Gebäude ob wir den Zuschalter oder die Sicherungen finden. Alles ist durch Überwachungskameras abgesichert. Wir erwarten minütlich den Sicherheitsdienst. (Die Polizei ist ja informiert)
  • Chrizz findet dann auf der anderen Seite des Marktes einen riesigen Baustromverteilen, der zwar abgeschlossen ist, aber aus dem 32A Anschlusskabel raus hängen.
  • Wir fahren einen Kilometer ums Gelände, Schliessen an, und das Glück ist uns wieder hold.
    klau2
  • um 21:00 Uhr gehts weiter, Die gebunkerte Energie wird gerade bis zur nächsten Ladestation in 113 km Entfernung reichen. Diese empfängt uns auch gleich mit einem riesigen Korso an Amerikanischen Autos. Doch halt, was ist das denn? Hallo Glück, wo bist du?
    IMG-20151004-WA0001[1]
  • 5 Euro für 2 Stunden maximal und noch via SMS fremdgesteuert und man benötigt wohl auch eine lokale Handynummer und Ausweispapiere. Es bereite sich bei 4km Rest mal richtig Frust im Körper aus.
  • Weiter zum Hotel,keine TG, alle Parkplätze mit den 10A Warmahltedosen sind belegt.Houston, wir haben ein Problem.
  • Um kurz vor 24 Uhr dehnt MichaEl die Suche nach Lademöglichkeiten deutlich aus und wird an einer Trafostation fündig. 64A, 32A, 16A rausgeführt. Wir messen: Nichts. Ob wohl mein Messgerät nicht bis zu den Anschlüssen vordringt.
  • Wir holen die Roadster. Und oh wunder es funktioniert. Um 24 Uhr beginnen wir zu laden.
    trafo
  • Noch ein hart verdientes Bier an der Bar. Schweden wir kommen, aber eines ist klar, es muss eine gescheite App für die Ladestationen her. Bit Bilder!.

Tag 25 – Gällivare – Luleà

Es regnet mal wieder, Wir beschliessen eine etwas längere westliche Route zu fahren, da wir dort laut Wetterradar am schnellsten auf die Sonne treffen.

Karte10

Die Fahrt beginnt in 250 Höhenmeter und wir crusen durch das sehr bewaldete, flache und wasserreiche Schweden an den nörlichsten Teil der „Baltic Sea“. Ist das noch die Ostsee? Müssen wohl mal Google fragen. sollen wir noch nach Finnland?

lul1 lul2 lul3

Wir landen in einem Parkhaus mit vielen Typ 2 und Schuko Ladeplätzen, welche natürlich alle von Verbrennern zugestellt sind. Das Parkhaus ist leer, aber Mann / Frau muss ja gleich auf den ersten freinen Platz links einstellen. Selbst als eine Frau kurz zu ihrem Auto zurück kommt, und wir Sie bitten umzuparken: Nein ich habe jetzt dafür keine Zeit. Willkommen zurück in der Realität.

Es gibt einige Plätze, so können nach ungefähr 20 Minuten alle Roadster nuckeln. Komischerweise scheint aber mein nun Aldi tauglich upgedateter Bettermannadapter hier nicht zu funktionieren. Der neue und eigentlich baugleiche von Chrizz schon.

Wir mieten uns wieder im Clarion Hotel ein und finden ein Kaffeehaus in einem Universitätsgebäude. Kaum fertig gegessen und getrunken, geht der Feueralarm los. Wir werden freundlich raus gebeten.

So entladen wir eben die Autos und landen zuächst mal in der Hotelbar im 9. Stock.

lol4

Wir lassen den Abend im „Bishops Arm“ ausklingen. Ich hatte leckeres Wildschwein auf frischen knackigem Gemüse. Warum jeder Gast hier gleich bei seiner Bestellung bezahlen muss, wir aber anschreiben dürfen, verstehen wir nicht, macht aber den Wirt und die Kneipe nur sympatischer. Das nächste Bild ist wieder speziell für X und seiner Baranfrage.

IMG-20151002-WA0009

Wir sind überrascht, wie X hier offensichtlich bekannt ist. Gelle X, schon komisch wie klein die Welt dann doch immer wieder ist.